Panorama von Racławice - Abteilung des Nationalmuseums in Wrocław

Das Gemälde stellt die Schlacht bei Racławice von April 1794 dar, die zum Sieg der Polen über die Russen führte. Das monumentale Gemälde hat eine Länge von 114 m und eine Höhe von 15 m. Es entstand zum 100. Jahrestag des Sieges.

Ideengeber war Jan Styka, ein Maler aus dem damaligen Lwów (Lviv), der u.a. Wojciech Kossak, Tadeusz Popiel, Teodor Axentowicz und Włodzimierz Tetmajer zur Mitarbeit an der Leinwand engagierte.

Die Arbeiten am Gemälde dauerten neun Monate. Die im Stryjeński-Park gebaute Rotunde, in der das Panorama von Racławice präsentiert wurde, wurde schnell zu einer der Attraktionen der Stadt Lwów.

Die von den Autoren verwendeten Techniken bewirken, dass das Gemälde mit der gegenwärtigen 3D-Technologie verglichen werden kann. Die spezielle Panorama-Perspektive, die Beleuchtung und die sich vor der Leinwand befindenden Kulissen rufen den Eindruck der Mehrdimensionalität hervor.  

Nach dem Zweiten Weltkrieg traf das Werk von Styka nach Wrocław. Viele Jahre lang lag es in Lagern, v.a. aus politischen Gründen - stellt es doch den Sieg der Polen über die Russen dar - zur einer Zeit, da sich die Volksrepublik Polen im Einflussbereich der Sowjetunion befand.

Erst nach 1980 begann der Bau der Rotunde und seit 1985 kann das Gemälde wieder angesehen werden. Unter den Besuchern befanden sich u.a. Papst Johannes Paul II. sowie die Königin der Niederlande Beatrix. 1987 ließ sich der chinesische Premier Zhao Ziyang vom Panorama von Racławice hinreißen. Zwei Jahre später entstand das erste chinesische Panorama, das noch größer als jenes in Wrocław ist. Es stellt den Sieg der Kommunisten über die Kuomintang-Armee 1948 dar. Das Panorama wurde zur beliebtesten Werbemaßnahme der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte des kommunistischen Chinas. In den darauffolgenden Jahre entstanden mindestens ein Dutzend Gemälde dieser Art.

Während der Besichtigung kann man Kommentare zur den den Ereignissen und der Geschichte des Gemäldes in 16  verschiedenen Sprachen (darunter Koreanisch, Japanisch, Kroatisch sowie Esperanto) hören. Für blinde Gäste gibt es eine Beschreibung in Form einer Audiodeskription.

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