Die Synagoge zum Weißen Storch

Sie wurde auf einem Grundstück errichtet, auf dem früher das Gasthaus zum Weißen Storch gestanden hatte.

Seit 1847 war es eine Synagoge der liberalen jüdischen Gemeinde, doch 1872 wurde sie von den konservativen Juden übernommen. Aufgrund der religiösen Vorschriften der Geschlechtertrennung mussten damals Treppenhäuser errichtet werden, die zu den Frauenemporen führten. Das Ergebnis des von Paul und Richard Erlich im Jahr 1905 durchgeführten Umbaus sind neoromanische Frauenemporen aus Stahlbeton.

In der Reichskristallnacht am 9. November 1938 wurde die Synagoge wegen der Nähe zu anderen Gebäuden nicht angezündet. Die Nazis nutzten das Gebäude als Autowerkstatt und als Lager für den geraubten jüdischen Besitz.

Nach dem 2. Weltkrieg bekam die jüdische Gemeinde das Gebetshaus wieder, doch 1966 wurde es von der Stadtverwaltung geschlossen, als Grund nannte man dabei den schlechten Bauzustand des Hauses. Zwei Jahre später wurden die Gottesdienste in der Synagoge zum Weißen Storch endgültig eingestellt. Das Gebäude wurde darauf von unterschiedlichen Einrichtungen verwaltet, sein baulicher Zustand verschlechterte sich dabei zusehends. Die jüdische Gemeinde bekam es erst im Jahr 1996 wieder zurück.
Ein Ort der modernen historischen Ausstellungen sowie Bildungs- und Kulturprojekte. Die Hauptausstellung im ehemaligen Depot wird sich mit der gesamten Nachkriegsgeschichte Wrocławs und Niederschlesiens befassen.
Im Mai 1996 begann die Renovierung der Synagoge, die bis 2010 dauerte. An der Organisation der Renovierungsarbeiten war vor allem die Stiftung Bente Kahan beteiligt. Heute finden in der Synagoge religiöse Feier, Konzerte, Theatervorführungen und Treffen statt.

Material: FBK

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