Markthalle

Die Markthalle an der ul. Piaskowa erbaute man 1905-1908 anstelle des Sandarsenals aus dem 16. Jahrhundert. Auf zwei Ebenen gibt es über 190 Stände; es ist nicht nur ein Einkaufsort, sondern auch eine Touristenattraktion.

An der ul. Świętego Ducha knüpfen zwei Türme an den Charakter des Arsenals an. Autoren des Projekts waren Richard Plüddemann und Heinrich Küster. Plüddemann war damals Stadtbauart und entwarf u.a. die Zwierzyniecki-Brücke, das Gebäude der gegenwärtigen Universitätsbibliothek an der ul. Szajnochy sowie das Gebäude, in dem sich die Fakultät für Architektur befindet; auch war er Autor des architektonischen Entwurfs der Grunwald-Brücke. Küster hingegen gilt als Autor der Stahlbetonkonstruktion der Markthalle (Hala Targowa) - damals eine innovative Lösung für diese Objektgröße.

Während des Zweiten Weltkriegs erlitt das Gebäude im Prinzip keine Schäden. Anfangs diente es als Pferdestall für die Rotarmisten, aber schnell wurde es wieder gemäß seiner Bestimmung genutzt. Zu Beginn der 80er Jahre wurde die Halle, die von PSS Społem geführt wird,  einer gründlichen Renovierung unterzogen. 2016 wurde die Fassade renoviert.

Heute ist es nicht nur ein unablässiger Einkaufsort für die Bewohner der Altstadt; die Halle besuchen auch Hochschullehrer der Universität, Ordensschwestern und Priester der Dominsel. Regulär versorgen sich hier die Chefs renommierter Restaurants. Die Markthalle liegt auf dem Weg von touristischen Gruppen, die die Stadt Wrocław besuchen -  täglich suchen sogar 30-35 Gruppen die Markthalle auf. 

Das Gebäude an der ul. Piaskowa hat vier Etagen, neben der Haupthalle mit Ständen, die von einer Galerie umgeben ist, gibt es noch zwei riesige Keller. In einem Bereich 

wird das Fleisch zerteilt, der andere dient als Lager. Im 220 Meter großen Keller, der sich unter dem Uhrturm an der ul. Piaskowa befindet, gibt es ein Restaurant. 

Galerie

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