Zeittafel

1000 - Wrocław wird zum Sitz des Bistums. Die päpstliche Bulle wird übergeben – die älteste, erhaltene, schriftliche Erwähnung der Stadt Wrocław. 2002, 19. November - Das Amt des Stadtpräsidenten von Wrocław wird von Rafał Dutkiewicz übernommen, der zum erste Mal nach dem Krieg in direkten Wahlen gewählt wird.

Zeittafel:

1000 - Wrocław wird zum Sitz des Bistums. Die päpstliche Bulle wird überreicht – die älteste, erhaltene, schriftliche Erwähnung der Stadt Wrocław.

1242 - Die nach dem Mongolensturm wiederaufgebaute Stadt wird nach deutschem Stadtrecht angelegt.

1261 - Wrocław erhält das Magdeburger Recht und einen Stadtrat.

1299 - Es wird mit dem im 14. Jahrhundert abgeschlossenen Bau der Stadtmauer begonnen.

1335 - Nach dem Tod Heinrichs kommen die Stadt und die Fürsten Wrocławs unter die Herrschaft des Königs von Böhmen.

1523 - Beginn der Reformation in Wrocław (die Predigt von Johann Hess in der Magdalenenkirche).

1526 - Nach dem Tod des Königs Ludwig II. von Böhmen und Ungarn übernehmen die Habsburger Wrocław und andere Erbländer in Schlesien; daraufhin beginnt der bis Ende des 16. Jahrhunderts andauernde Bau der modernen Befestigungsanlagen, die bis Anfang des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben sind.

1648 - Ende des Dreißigjährigen Kriegs – die Stadt schafft es, größeren Schäden zu entgehen und ihren, hauptsächlich protestantischen, Charakter zu bewahren.

1702 - Gründung einer Jesuitenschule (Leopoldina) durch Kaiser Leopold I.

1741 - Beginn der Schlesischen Kriege, die dazu führen, dass Wrocław und Schlesien unter preußische Herrschaft fallen.

1807 - Eroberung der Stadt durch napoleonische Truppen und Beginn der Abtragung der Stadtbefestigung.

1809 - Als Folge der Reformen in Preußen wird in Breslau eine moderne Stadtverwaltung eingesetzt.

1811 - Ernennung einer staatlichen, preußischen Universität in Breslau (Universität Breslau).

1821 - Direkte Unterordnung des Bistums Breslau an den Heiligen Stuhl.

1840 - Die erste Omnibuslinie wird eröffnet.

1842 - Eröffnung des ersten Eisenbahnabschnitts (Breslau – Ohlau; Beginn des Ausbaus des Breslauer Eisenbahnknotenpunkts.

1848 - Ereignisse der Europäischen Revolution von 1848/1849 in Breslau.

1875 - Die Betriebsaufnahme des Metaillindustrieunternehmens „Archimedes“.

1877 - Die ersten Pferdestraßenbahnlinien werden eröffnet (sie sind bis 1910 in Betrieb, ab 1891 werden allmählich elektrische Linien eingesetzt).

1891 - Anfänge der Elektrifizierung von Breslau – auf dem Ring (Rynek) erscheinen erste elektrische Laternen.

1901 - Bau eines schiffbaren Kanals; Abschluss der Arbeiten am Flussschifffahrtshafens in Pöpelwitz.

1903 - Eine große Überschwemmung verursacht enorme Schäden in der Stadt, aber beschleunigt auch wichtige Regulierungsarbeiten, die zu dem bis heute funktionierenden Breslauer Wasserknotenpunktsystem verhelfen.

1910 - Eröffnung der Technischen Universität Breslau und der Grunwald-Brücke.

1911 - Fusion von zwei Unternehmen, die zur Bildung des Konglomerats Linke-Hoffmann-Werke – ein Riese im Bereich Eisenbahnwagen-, Lokomotiv- und Maschinenbau – führt.

1913 - Ausstellung zum 100. Jubiläum der Preußischen Befreiungskriege, der Bau der Volkshalle wird abgeschlossen.

1914 – 1918 - Breslau als Festung im Rücken der Fronten des Zweiten Weltkriegs.

1918, November - Machtergreifung der Sozialdemokraten.

1920, März - Versuch der konterrevolutionären Kräfte während des Kapp-Luttwitz Putsches die Macht zu ergreifen.

1920 - Generalkonsulat der Republik Polen betritt die Gruppe von Konsulaten.

1926 - Fertigstellung des Olympiastadions.

1928 - Erweiterung der Verwaltungsgrenzen der Stadt durch eine Reihe von peripheren Siedlungen und Gebieten.

1933 - Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in Breslau, genau wie in ganz Deutschland, die Anfänge des Nazi-Terrors.

1938, 9./10. November - Breslauer „Reichspogromnacht”, eines der größten Blutvergießen.

1944 - Breslau wird zur geschlossenen Festung ("Festung Breslau").

1945, Januar - Tragische, folgenschwere und zwanghafte Evakuierung der Zivilbevölkerung.

1945, Februar - Beginn der Stadtbelagerung durch die Rote Armee; enorme materielle Schäden und eine Tragödie für die Bewohner.

1945, 6. Mai - Kapitulation der "Festung Breslau".

1945, 9. Mai - Die polnische Verwaltung beginnt die Stadt zu übernehmen. 2.08.1945 – Aufgrund des Potsdamer Abkommens erhält Polen die Verwaltungshoheit in Wrocław und Schlesien.

1945, 8. September - Wrocławer Oper nimmt mit Stanisław Moniuszko’s Aufführung „Halka” ihre Tätigkeit wieder auf.

1945, 15. November - Einweihung des ersten akademischen Jahres nach dem Krieg im polnischen Wrocław.

1946, 21. Juli - Teile der Ossolineum-Sammlung und das Panoramagemälde „Schlacht bei Racławice” werden aus Lviv nach Wrocław überführt.

1948, 21. Juli - Ausstellung der Wiedergewonnenen Gebiete wird eröffnet.

1948, 25. August - Weltkongress der Intellektuellen zur Verteidigung des Friedens (Teilnehmer aus 46 Ländern)

1951, 29. Juli - Die wiederaufgebaute Kathedrale St. Johannes des Täufers (Wrocławer Dom) wird eingeweiht.

1963, August - Pockenepidemie. Verhängung einer Quarantäne.

1966, 9. August - Das I. Festival der Oratorien und Kantaten „Wratislavia Cantans” findet statt – bis heute die größte und bekannteste wiederkehrende kulturelle Veranstaltung der Stadt.

1980, 26. August - Arbeiter nehmen am Generalstreik im Land teil, was zur Schaffung der Unabhängigen Selbstverwalteten Gewerkschaft „Solidarität“ führt.

1981, 13. Dezember - Beginn des Kriegszustands in Polen. Während der 80er Jahre bleibt Wrocław einer der stärksten Zentren der antikommunistischen Opposition in Polen.

1983, 21. Juni - Papst Johannes Paul II. besucht Wrocław während seiner Pilgerreise ins Mutterland; ein Gottesdienst und Treffen mit Bewohnern der Stadt auf der Pferderennbahn in Partynice.

1985, 14. Juni - Eröffnung des restaurierten Panoramagemäldes „Schlacht bei Racławice“.

1989, 4. Juni - Wrocławer nehmen massenhaft an der ersten freien Wahl zum Sejm und Senat teil, was zum Anfang vom Ende des kommunistischen Systems in Polen führt.

1990, 27. Mai - Erste freie Kommunalwahlen. Der Stadtrat, dessen erster Präsident Prof. Stanisław Miękisz ist, wird gewählt. Zum Präsidenten der Stadt wird Bogdan Zdrojewski.

1990, 19. Juni - Durch den Stadtrat tritt das historische Wappen der Stadt Wrocław wieder in Kraft, das eine symbolische Versöhnung der heutigen, polnischen Bewohner mit der deutschen Vergangenheit darstellt.

1993, 18. Januar - Flughafen Wrocław wird zum internationalen Flughafen.

1995 - 1996, 28. Dezember 2. Januar - Europäisches Jugendtreffen Taize in Wrocław.

1997, 21. Mai 1. Juni - 46. Internationaler Eucharisticher Kongress mit der Teilnahme Papst Johannes Pauls II.

1997 - Abschluss der enormen Renovierung des Ryneks.

1997, Juli - Große Flut in Wrocław, die dazu beträgt, den Wiederaufbau und die Modernisierung der städtischen Infrastruktur zu beschleunigen.

2000, Juni - Milleniumsfeier in Wrocław.

2001, 1. September - Stanisław Huskowski wird zum Nachfolger von Stadtpräsident Bogdan Zdrojewski.

2002, 19. November - Amt des Stadtpräsidenten wird von Rafał Dutkiewicz übernommen, der zum erste Mal nach dem Krieg in direkten Wahlen gewählt

Redakcja www.wroclaw.pl