Was gibt es in Wrocław zu sehen

Wir geben Tipps, was es in unserer Stadt und in ihrer unmittelbaren Umgebung für Attraktionen und Orte gibt, die dafür sorgen können, dass wir mit diesem Sommer zufrieden sind – selbst wenn wir z.B. auf einen Urlaub All inclusive irgendwo weit weg verzichten müssen.

Der Ring: das Herz der Stadt

Der Ring von Wrocław ist fast 3,8 ha groß und gehört somit zu den größten alten Marktplätzen in Polen. Er lockt die Besucher mit der Anmut der historischen Bürgerhäuser und der lebendigen Atmosphäre des einzigartigen Zentrums einer europäischen Metropole. 

Das spätgotische Rathaus mit seinem 66 hohen Turm ist das prachtvollste Bauwerk dieser Art in ganz Polen. In seinen Kellerräumen ist bis heute der Schweidnitzer Keller in Betrieb, eines der ältesten gastronomischen Lokale Europas. Von den letzteren findet man übrigens am Ring jede Menge. Viele verfügen über Außenbestuhlung, die an warmen Sommertagen regelrecht umkämpft wird. Die Geschichte und Attraktionen dieses Ortes kann man u.a. während einer Besichtigung mit einem städtischen Fremdenführer kennenlernen. 

Zoo und Afrykarium: Fauna aus den fernsten Gegenden der Welt

Der Zoologische Garten von Wrocław ist die älteste Anlage dieser Art in Polen. Die Anzahl der dort lebenden Tiere wird mit rund 14 Tausend angegeben – es sind Vertreter von rund 1100 Arten. Die Tiere kann man täglich zwischen 9.00-18.00 Uhr besuchen (Kassen bis 17.00 Uhr geöffnet)

Einen besonders spannenden Bereich des Zoos bildet Afrykarium – das weltweit einzige Ozeanarium, das ausschließlich der Fauna des Schwarzen Kontinents gewidmet ist. 15 Mio. l Wasser befüllen 21 Becken und Aquarien, die von ca. 350 Arten der Fische und anderen Vertreter verschiedener afrikanischer Ökosysteme bewohnt werden. Man muss es unbedingt besuchen (während der Öffnungszeiten des Zoos).

Seit Mitte Juni ist im Zoo der Kletterpark Zoolandia wieder geöffnet (7 Tage in der Woche, 10.00-18.00 Uhr). 

Hydropolis: eine Wasserreise in die Tiefe der Wissenschaft

Das Zentrum des Wissens über das Wasser ist eine einzige Präsentation zum Thema Wasser, ohne welches kein Leben auf der Erde möglich wäre – von Funktionen, die es im menschlichen Körper erfüllt bis hin zu ozeanischen Strömungen, die das Klima auf der Erde steuern. Hydropolis verbindet Bildungsvorzüge mit einer modernen Ausstellungsform. Es ist eine einzigartige Sehenswürdigkeit für Menschen in jedem Alter und gleichzeitig ein exzellentes Beispiel für Revitalisierung einer ehemaligen Industrieanlage. Die dem Wasser gewidmete Ausstellung befindet sich in einem unterirdischen Trinkwasserspeicher aus dem 19. Jh. 

Besucher sind dort herzlich willkommen: Mo – Fr. 11.00-19.00 (letzter Einlass um 18.00), an den Wochenenden 10.00-20.00 (letzter Einlass um 19.00)

Komplex der Jahrhunderthalle: Allianz zwischen der Geschichte und der Moderne

Die monumentale Jahrhunderthalle gehört zu den größten Architekturwerken des 20. Jh. Die originelle Konstruktion nach Entwurf von Max Berg – eröffnet im Jahr 1913, anlässlich des hundertsten Jahrestags des Sieges der antifranzösischen Koalition über die Armee von Napoleon Bonaparte bei Leipzig – befindet sich seit 2006 auf der Liste des Weltkulturerbes von UNESCO. Heute werden dort u.a. Konzerte, Aufführungen, Messen oder Sportevents veranstaltet. 

Gleich nebenan lädt die Pergola zu Spaziergängen ein – sie entstand als ein Element der Jahrhundertausstellung im Jahr 1913 nach Entwurf des Architekten Hans Poelzig. Heute ist sie ein beliebter Ort für Foto-Shootings oder Konzerte. Errichtet in Form einer halben Ellipse umgibt die Pergola einen gleichförmigen künstlichen Teich an der Jahrhunderthalle, auf dem spektakuläre Vorführungen des Multimediabrunnens stattfinden, dieser besteht aus 800 Lichtpunkten, 300 Wasserdüsen und drei Feuerdüsen. Vorführungen täglich – von 10.00 bis 17.00, abends von 18:00 bis 21.40.

Im Bereich der Jahrhunderthalle präsentiert sich außerdem stolz der Japanische Garten, ein Teil des Szczytnicki-Parks und ebenfalls ein Überbleibsel der Jahrhundertausstellung von 1913. Gestaltet unter Mitwirkung eines Meisters – des Gärtners Mankichi Arai – knüpft er auf exzellente Weise an die Kultur und Kunst Japans an.

 Bepflanzt mit originellen Pflanzen, ausgestattet mit einem Teich mit riesigen Karpfen und anderen Fischen und einem Häuschen in Form eines  Sukija-Pavillons, in dem u.a. Vorführungen der Tee-Zeremonie stattfinden, bildet der Japanische Garten einen der beliebtesten Orte für Spaziergänge und Erholung in Wrocław – geöffnet vom 1. April bis 31. Oktober 9.00-19.00 Uhr.

Die Dominsel: In der Wiege Wrocławs

Es ist der älteste Teil der Stadt, wo die Reste der ersten Siedlung aus dem 10. Jh. gefunden wurden. Man verbindet ihn mit der kirchlichen Macht, die seit Jahrhunderten dort ihren wichtigen Sitz hatte, doch heute ist die Dominsel auch ein stimmungsvoller Ort für Spaziergänger und ein touristisches Highlight für Besucher. 

Das älteste Bauwerk der Dominsel ist die kleine spätromanische (Anf. 13. Jh.) Sankt-Egidius-Kirche. Eines Besuches wert ist die Kathedrale St. Johannes der Täufer, die während der Belagerung der Festung Breslau fast vollständig zerstört wurde. Heute gilt sie als die „Mutter der Kirchen” Niederschlesiens. Ihren Schmuck bildet der silberne Altar des Bischofs Andreas Jerin von 1591, der 1945 zerlegt und vor der anrückenden Roten Armee versteckt worden war. Vor einigen Jahren wurden im Kirchenschatz zahlreiche Elemente des Altars wiedergefunden. Nach der Rekonstruktion der fehlenden Teile kann er seit Dezember letzten Jahres wieder bewundert werden. 

Auf der Dominsel findet man viele andere interessante Bauten und im Erzdiözesanmuseum kann man u.a. das berühmte Heinrichauer Gründungsbuch besichtigen, mit dem ältesten bekannten Satz, der auf Polnisch niedergeschrieben wurde. Als eine touristische Attraktion gilt auch die Dombrücke.

Das Viertel der Vier Religionen: Symbol des gegenseitigen Respekts

In der unmittelbaren Nachbarschaft des Rings, befindet sich ein Areal, begrenzt durch die Straßen ul. Kazimierza Wielkiego, św. Mikołaja, Pawła Włodkowica und św. Antoniego, seit 1995 wird es als das Viertel der Vier Religionen bezeichnet und hat einen besonderen Charakter. Es ist ein Ort der Begegnungen, des Dialogs, des gegenseitigen Respekts und... vieler unvergesslichen kulinarischen Erlebnisse.

Zum einzigartigen Charakter des Stadtteils tragen prachtvolle Denkmäler der Sakralarchitektur bei. In direkter Nachbarschaft findet man dort die christlich orthodoxe Kirche der Geburt der Gottesmutter Maria, die römisch-katholische Kirche Hl. Antonius von Padua, die Synagoge zum Weißen Storch und die evangelisch-augsburgische Kirche der Göttlichen Vorsehung. 

Zahlreiche Restaurants, Cafés, Kneipen und Musikklubs im Viertel der Vier Religionen machen diesen Ort wiederum zu einem besonders magischen Treffpunkt der Einwohner von Wrocław.

Aussichtspunkte: die Stadt aus der Vogelperspektive

Man sollte sich Wrocław aus einer anderen, ziemlich hohen Perspektive ansehen, um das weite und schöne Panorama der Stadt und ihrer Umgebung zu bewundern. Besonders geeignet sind dafür: 

  • die Brücke der Büßerinnen – kleine Brücke zwischen den Türmen der Maria-Magdalena-Kirche (ul. Szewska) auf 45 m Höhe
  • Aussichtsturm der Erzkathedrale Hl. Johannes der Täufer (Dominsel) bietet einen Blick aus 97 m Höhe
  • Aussichtsturm der Garnisonkirche (am Ring) mit 90 m Höhe
  • Aussichtspunkt in Sky Tower (ul. Powstańców Śląskich), wo man vom 49. Stock sogar die Berge Ślęża, Chełmiec oder Śnieżka sehen kann.

Mathematischer Turm auf dem Dach der Universität bietet u.a. einen Ausblick auf die Insel Słodowa und die Altstadt aus 42 m Höhe

Stadtstrände: Entspannung mit Musik im Hintergrund

Derartige Orte kann man mittlerweile fast in jedem Teil der Stadt finden – direkt an den Ufern der Oder. Die Stadtstrände bieten Entspannung in Liegestühlen, kalte Getränke, oft auch etwas Leckeres zum Essen und jede Menge guter Musik. Es lohnt sich also nach einem besichtigungsreichen Tag einen angenehmen Nachmittag und Abend an einem der folgenden Orte zu verbringen: Forma Płynna Beach Bar (Wybrzeże Wyspiańskiego), Przestrzeń Pub Pizza Plaża (Kreuzung der Straßen ul.  Mickiewicza und Paderewskiego in Sępolno), Basen Beach Bar (ul. Pasterska an der Brücke Trzebnicki), Stara Odra Beach Bar (ul. Zawalna, an der Brücke Trzebnicki), ZaZoo Beach Bar (Wybrzeże Wyspiańskiego, in der Nähe des Zoos) und der größte künstliche Strand Polens (15 Tsd. qm, ul. Wejherowska).

Redakcja www.wroclaw.pl